Die Ringstraße in Island ist gut ausgestattet mit Sehenswürdigkeiten, sodass man nie in die Verlegenheit kommen wird längere Passagen vollkommen ohne Pause hinter sich bringen zu müssen. Wasserfälle, Gletscherlagunen, besondere Strände und Lavafelder sind nur einige der sehenswerten Zwischenstops auf Islands längster Fernstraße.

Zu den Attraktionen entlang der Hauptverkehrsstrecke zählen schöne Orte genauso wie faszinierende Landschaften. Manchmal direkt an der Küste, manchmal nah am Hochland im Inneren der Insel. Die Ringstraße ist der ideale Weg für einen großen Rundumblick auf Island, vom Westen mit seiner Hauptstadt Reykjavik, Snaefelsness und den Westfjorden hoch in den Norden mit seinen vielen kleinen Fischerdörfchen. Von dort geht die Reise weiter in den ruhigen und landschaftlich beeindruckenden Osten, entlang des Hochland und letztendlich runter in den Süden der von eiskalten Gletscherlagunen über kochend heiße Quellen alles zu bieten hat. Auf der gesamten Strecke jagt ein Wasserfall den Nächsten und auch sonst gibt es jede Menge zu sehen.

Hier möchte ich dir, in Kategorien eingeordnet, die schönsten Stellen an der Ringstraße vorstellen.

Die schönsten Wasserfälle an Islands Ringstraße

Im Süden gelegen und vermutlich der erste Halt der meisten Islandurlauber, das ist der Seljalandsfoss. Dieser Wasserfall ist von der Ringstraße aus kaum zu übersehen, zumindest wenn man von Westen kommt. Majestätisch stürzt das Wasser hier aus eine Höhe von etwa 20-30m hinunter und formt ein kleines Becken. Man kann über einen kleinen Fußpfad hinter den Wasserfall gelangen, hierfür sollte man allerdings gute, regenfeste Kleidung dabei haben.
Direkt daneben, keine 500m entfernt liegt der kleine Bruder Gljúfrafoss, versteckt in einer kleinen Felsspalte. Auch hier kann man sehr nahe an den Wasserfall herantreten und sollte sich dafür entsprechend kleiden.
Im Sommer sieht man vom Berg aus startende Gleitschirmflieger und am nahe gelegenen Campingplatz kann man sein Zelt aufschlagen.

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss

Im Süden gelegen, nur ein paar Kilometer vor Vík findet sich Skógafoss. Dieser beachtliche Wasserfall ergießt sich aus einer enormen Höhe auf großer Breite, eingebettet in die hügelige Landschaft in den Fluss Skógá. Das lang gezogene Flussbett unten und die atemberaubende Sicht von der Kante des kleinen Hügels sind auf jeden Fall einen kurzen Stopp wert. Man sollte hier eine knappe Stunde einplanen um die Umgebung auf sich wirken lassen und sie auch genießen zu können.

Skógafoss

Skógafoss

Der König der Wasserfälle in Island ist definitiv der Dettifoss. Als stärkster Wasserfall Europas produziert er genug Energie um eine kleine Stadt zu versorgen. Um diesen Riesen zu erreichen muss man die Ringstraße kurz verlassen um der 864 nach Norden zu folgen. Wer sich die halbe Stunde nimmt wird mit einem atemberaubenden Ausblick belohnt.

Direkt an der Ringstraße und ganz im Norden des Landes findet sich der Wasserfall der Götter. In einem großen Halbkreis stürzen am Goðafoss die Wassermassen einige Meter in die Tiefe und durch die Landschaftliche Anordnung kann man sich einen schönen Eindruck davon machen. Hier halten jederzeit Touristenbusse, weshalb Individualreisende am besten einen Zeitpunkt am frühen Morgen oder am späten Nachmittag nutzen sollten um hier zu stoppen.

Eine ganz Besondere Sehenswürdigkeit an Islands Ringstraße ist der schwarze Wasserfall. Seinen Namen erhält der Svartifoss von den ihn umgebenden schwarzen Basaltsäulen und diese machen ihn Zweifellos zum Hingucker. Hier fließen keine atemberaubenden Wassermassen aber ob der Schönheit dessen was die Natur hier in Jahrhunderten erschaffen hat dürfte dem Ein oder Anderen vielleicht trotzdem die Luft weg bleiben.

 

Die schönsten Orte an Islands Ringstraße

Wer die Ringstraße entgegen dem Uhrzeigersinn fährt, wird vermutlich seinen ersten Halt in Vík machen. Ein kleiner Ort an der Südküste der vor allem für seinen schwarzen Strand und seine Steinformationen bekannt ist. Hier kann man wunderbar stoppen und sich die Meeresluft durch die Haare wehen lassen während man dem Anleger aus Felsen entlang in Richtung Meer folgt oder dem schwarzen Sandstrand in Richtung der beeindruckenden Felsformationen direkt an der Küste. In Vík gibt es mehrere Hotels und Gasthäuser in denen man sich einquartieren kann und ein paar Restaurants laden zum Zwischenstop ein.

Vík

Vík

Wer weiter nach Osten fährt, vorbei an der Gletscherlagune Jökulsárlón, wird nach einer weiteren Tagesetappe nach Höfn kommen. Dieser schöne kleine Ort an der Südostküste steht ganz im Zeichen seiner ihn umrandenden Gletscher. Im Gletschermuseum kann man verschiedene Filme zu dem Thema sehen und auch im Museum steht dieses Thema auf der Agenda.

Vor Akureyri und Husavík findet sich um den See Mývatn herum eine geothermale Region mit Bergen und verschiedensten heißen Quellen. So findet sich hier mit Grjótagjá eine der wenigen unterirdischen heißen Quellen Islands, was sie schon in verschiedensten Filmen unterbrachte. Außerdem kann man hier die Mývatn Nature Baths besuchen, eine tolle Alternative zur Blauen Lagune im Süden. Hier solltest du etwas vorsichtig fahren, denn im und um den See herum gibt es unglaublich viele Enten und Gänse, also Fuß vom Gas.

Myvatn nature baths

Myvatn nature baths

Ganz im Norden des Landes, ganz leicht auf der Ostseite befindet sich dann Husavík. Dieses kleine Örtchen ist vor allem der Ausgangspunkt für Walbeobachtungstouren. Neben dem Whale Watching kann man hier aber natürlich auch alle anderen Tiere des Meeres finden und so sind Orcas, Delphine und verschiedenste Arten von Vögeln ebenfalls oft Teil der Bootstouren. Vom kleinen wendigen Schlauchbot bis zum großen Segelschiff kann man hier jede Form von Booten finden und eine Mitfahrt buchen. Wer mehr über die schwimmenden Dickhäuter wissen will kann im Walmuseum im Hafen mehr erfahren.

Whale watching in Husavík

Whale watching in Husavík

Akureyri liegt ziemlich zentral im Norden, in einer Bucht bzw. einem Fjord und ist nach Reykjavík und zwei seiner Vororte die Viertgrößte Stadt im Land. Isländer sagen aber gerne „Die große Stadt im Norden“ oder „Die zweitgrößte Stadt“. Hier finden sich neben einigen architektonisch interessanten Kirchen auch mehrere Museen und ein botanischer Garten. Für die fast 20.000 Einwohner haben sich verschiedenste große Einkaufsmöglichkeiten erschlossen und so kann man, wenn einem auf dem Road Trip etwas abhanden kommt, hier fast alles bekommen.
Auch einen kleinen Flughafen findet man in Akureyri. Dieser wird vor allem von Reykjavík aus angeflogen, sodass man sich die etwa 5-stündige Fahrt optional auch sparen kann.

 

Tauchen und Schnorcheln in Island

Wer an’s Tauchen denkt, hat karibische Strände im Kopf und Boote in türkisem Wasser. Beides findet ihr in Island nicht, das Land beherbergt jedoch trotzdem einen der besten Tauchspots der Welt: Silfra. Hier kann man zwischen den tektonischen Platten in einer Felsspalte tauchen die mit glasklarem Gletscherwasser gefüllt ist. Man hat Sichtweiten von über 100m und kann zwischendurch den Atemregler rausnehmen um einen Schluck des leckeren Wassers zu probieren. Wer noch kein zertifizierter Taucher ist, kann an diesem Ort auch schnorcheln. Zum Tauchen nach Island kommen ist definitiv eine gute Idee!

Wer nicht über einen Tauchschein verfügt kann hier auch Schnorcheln gehen!

Taucher in Silfra

Taucher in Silfra

Neben Silfra hat Island aber noch andere Tauchspots zu bieten, wie den geothermalen See Kleifarvatn in welchem man wie in einem überdimensionalen Sektglas zu tauchen scheint. Aus dem Boden und den Felsbrocken strömen regelmäßig Gasperlen nach oben und machen diesen Tauchgang zu etwas ganz Besonderem.

Nahe dem Internationalen Airport gelegen befindet sich Gardur, eine relativ typische Atlantik-Tauchstelle mit Tangwäldern, vielen Fischen und rauer See. Ob und wie gut man hier tauchen kann ist stark vom Wetter abhängig und deshalb sollte man die Gelegenheit ergreifen wenn sie sich bietet.

Eine kleine Perle zum Tauchen ist Davíðsgjá, eine weitere Spalte etwas süd-östlich von Silfra im See Þingvallavatn gelegen. Die Spalte selbst ist wie Silfra, erstreckt sich aber weit in den See und kann auf ganzer Länge betaucht werden. Außerdem gelten hier nicht die strengen Sicherheitsrichtlinien wie in Silfra.

Nahe der kleinen Ortschaft Grindavik findet sich dann noch Bjarnagjá, eine ungewöhnliche Tauchstelle. Man taucht – wie so oft in Island – in einer Felsspalte, in dieser mischen sich aber Frisch- und Salzwasser wodurch das Wasser zum einen wärmer ist als in den meisten anderen Ecken und es bildet sich eine Heliocline wodurch der Tauchgang noch mystischer wird als sowieso.

All diese Divespots kann man von Reykjavik aus als Tagestour erreichen und es gibt mehrere Anbieter welche die Touren durchführen.

Golden circle, Island’s goldener Kreis

Der golden circle ist die Route von Reykjavik in das Hochland rund um den Gletscher Tindfjallajökull und zurück. Wahlweise auf derselben Strecke oder auch mit einem Abstecher über die Südküste. Auf dieser Strecke gibt es einige Tolle Sehenswürdigkeiten die ihrem Namen alle Ehre machen.

Es gibt viele verschiedene Touren um den Golden Circle in Island, kombinierbar mit Besuchen auf Farmen, Ausritten oder Tauchen. Wer flexibel sein möchte kann sich auch einen Mietwagen nehmen und den Golden Circle auf eigene Faust erkunden.

Der erste Halt ist meist das Tal zwischen den Kontinentalplatten, Þingvellir. Hier trennen sich die nordamerikanische und die eurasische Platte voneinander und zwischen ihnen formte sich ein kleines Niemandsland. Hier kann man durch die Felsrisse wandern und sich den vermutlichen Treffpunkt des weltweit ersten Parlaments Alþingi anschauen. Nur einige hundert Meter davon entfernt befindet sich die Silfra Spalte in der man tauchen oder schnorcheln kann.

Danach geht es weiter zum Strokkur, einer der wenigen Geysiere auf der Welt die in regelmäßigen Abständen ausbrechen, in diesem Fall alle 5 bis 10 Minuten. Er liegt direkt neben dem Geysir, jener der allen anderen Geysiren auf der Welt ihren Namen gab.

Der Geysir Strokkur

Der Geysir Strokkur

Noch etwas weiter Östlich findet sich dann der Gullfoss, einer der größten Wasserfälle im Land mit einer Höhe von etwa 30m verteilt auf zwei Stufen und mit einem Durchlauf von über 100.000 Litern Wasser pro Sekunde. Der Wasserfall sollte mehrmals zur Gewinnung von Energie genutzt und dafür mit einem Kraftwerk bebaut werden. Dies scheiterte glücklicherweise und heute steht der Wasserfall unter Naturschutz.

Der berühmteste Wasserfall Islands: Gullfoss

Der berühmteste Wasserfall Islands: Gullfoss

Wer etwas mehr sehen möchte als die anderen Touris kann den Pfad zwischen Þingvellir und Geysir Richtung Norden verlassen und sich den Bruarfoss anschauen, ein flacher aber sehr schöner Wasserfall der sich erfolgreich in der Landschaft versteckt.

Hotpots und Lagunen in Island

Jeder kennt die blaue Lagune und selbst Menschen die nie richtig in Island waren, können schon dort gewesen sein, bei einem Stopover. Ich möchte das auch niemandem madig machen aber für mich ist die blaue Lagune zum Sinnbild von dem geworden, was in Island touristisch schief läuft.

Wer also den touristisch ausgelatschten Trampelpfad hinter sich lassen möchte, muss sich auf die Suche nach Alternativen machen. Hier findet ihr eine Karte auf der alle natürlichen heißen Quellen in Island und auch Schwimmbäder eingezeichnet sind. Wenn ihr also einen Tagesausflug plant und wissen wollt ob man irgendwo zwischendurch anhalten und sich in’s warme Wasser setzen kann, solltet ihr diese Seite bookmarken.

Natürlicher Pool an der Südküste bei Grindavik

Natürlicher Pool an der Südküste bei Grindavik

Eine weitere Alternative zur blauen Lagune ist die geheime Lagune. Der Name ist nicht besonders einfallsreich und auch nicht besonders wahr, denn viele Touristen kennen diese Attraktion schon. Sie ist allerdings zu weit vom Flughafen entfernt um die Stopover-Touris hier in Massen abladen zu können und deshalb hat man nicht den Aufwand betrieben sie aufwändig umzubauen. Das Baden hier kostet rund die Hälfte von dem was ihr blaues Pendant verlangt und man muss nicht mit dem Wissen baden, dass man im Grunde in Abwasser schwimmt 😉

Aller guten Dinge sind Drei und deshalb möchte ich euch noch zwei weitere Optionen vorschlagen: Geht in die lokalen Schwimmbäder in Reykjavík und setzt euch einfach in deren Whirlpools.

Sehenswürdigkeiten am Wegesrand in Island

Manche Sehenswürdigkeiten in Island sind gut ausgeschildert und über normale Straßen zu erreichen, manche verstecken sich in den Bergen und manche liegen im Grunde einfach am Wegesrand herum: Das Flugzeugwrack in Island liegt beispielsweise im Süden der Insel seit über vierzig Jahren nahezu unberührt herum. Die Douglas Super DC-3 stürzte aus ungeklärter Ursache ab und seitdem ist das Wrack eine tolle location für Fotografen. Hinweis: Bitte beachtet, dass der Weg zum Wrack seit kurzem für Autos gesperrt wurde, weil sich immer wieder Leute nicht benehmen konnten und die Landschaft beschädigten. Bitte geht sorgsam mit Islands Sehenswürdigkeiten um! 🙂

Ebenfalls im Süden findet sich Dyrhólaeyjarviti, ein kleiner Leuchtturm den die größte Fluglinie des Landes in ein Hotel umgebaut hat. Hier kannst du also eine schöne Nacht auf deiner Rundreise um die Insel verbringen und musst dafür keine großen Umwege fahren, denn das Gebäude befindet sich nur einen Steinwurf von Islands Ringstraße entfernt.

Im Südosten der Insel findet sich Fjaðrárgljúfur, eine riesige Felsschlucht die bis zu 100m tief und knapp 2km lang ist. Durch sie hindurch fließt der Fjaðrá, ein kleiner und übersichtlicher Fluss. Ideal für eine kleine Wanderung auf dem langen Weg in den Osten oder gar Norden der Insel auf einer Rundreise. Ebenfall nur einen Steinwurf von der Ringstraße entfernt.

Wiederum im Westen der Insel, auf der Halbinsel Snæfellsnes befinden sich die Vatnshellir Höhlen. In warme Sachen eingepackt und mit guten Schuhen ausgestattet führen einen die Guides gerne auf einer knapp einstündigen Tour durch das 8000 Jahre alte Höhlensystem welches sich nach einem Vulkanausbruch bildete.

Karte mit Sehenswürdigkeiten in Island

Oben haben wir ja nun ein paar schöne Orte aufgelistet, aber wo genau liegen die eigentlich, wie kommt man dahin und wie plane ich sie am besten in meine Reiseroute ein?

Ich hoffe diese Karte mit Sehenswürdigkeiten in Island hilft dir dabei ein wenig:

Sie soll dir einen groben Überblick bieten und wird ständig erweitert. Wenn dir ein Ort fehlt, schreib das einfach in die Kommentare und wir fügen ihn hinzu.

Sehenswürdigkeiten in Island nach Lage

Im folgenden mal eine kleine Aufschlüsselung nach der groben Lage. Viele Islandreisende haben ja eine bestimmte Route im Kopf und möchte dabei schöne Orte sehen. Viele bleiben im Westen mit Abstechern nach Süden, ebenso viele machen eine Rundreise entlang der Ringstraße und fragen sich dabei in welchen Regionen sie wie viel Zeit verbringen sollten.

Sehenswürdigkeiten im Westen Islands

Der Westen von Island ist touristisch am besten ausgebaut. Durch die Lage des Flughafens und von Reykjavik selbst sind hier nicht nur viele Hotels sondern auch viele sehenswerte Orte vorhanden.

Empfehlenswert sind hier meiner Meinung nach vor allem der Golden Circle, auf welchem du einige der schönsten Orte Islands auf einer kompakten Route zu sehen bekommst. Wer mag kann Abstecher zu etwas entlegeneren Orten machen, zum Beispiel zum Wasserfall Bruarfoss.

Etwas nördlich von Reykjavik findet sich die kleine Halbinsel Snæfelsness die ebenfalls mit tollen Highlights aufwartet. Es gibt einen Gletscher, tolle heiße Quellen und atemberaubende Landschaften.

Weitere Artikel zu Sehenswürdigkeiten im Westen:

 

Sehenswürdigkeiten im Süden Islands

Der Süden ist die Region mit den meisten Wasserfällen in Island. Egal ob Seljalandsfoss, Skogafoss, Svartifoss oder die Wasserfälle in Reykjadalur. Außerdem befindet sich hier die berühmte Gletscherlagune Jökulsárlón zu welcher regelmäßig große Mengen von Besuchern pilgern. Nicht grundlos: Die Aussicht ist atemberaubend.

Auf dem Weg finden sich weitere Highlights wie der schwarze Strand von Vík, der Vatnajökull Nationalpark und wunderschöne kleine Örtchen wie Hof und Höfn.

Weitere Artikel zu Sehenswürdigkeiten im Süden:

 

Sehenswürdigkeiten im Osten Islands

Der Osten ist etwas ruhiger, weniger erschlossen und in mancher Hinsicht vielleicht sogar langweilig. Ich für meinen Teil, bin froh das dies so ist denn es wird seltener in Island. Hier kann man noch einsame Ecken finden, entdecken und genießen.

Ein guter Ausgangspunkt dafür ist Egilsstaðir. Von hier aus kannst du viele kleine Ortschaften in den Ostfjorden gut und schnell erreichen. Etwas nördlich von hier findet sich Þórshöfn, ein kleines Örtchen von welchem aus man schön weiter nach Osten fahren und die Einsamkeit der Ostfjorde so richtig genießen kann. Hierher verirren sich nur ganz selten einmal Touristen aus dem weit entfernten Reykjavik.

 

Sehenswürdigkeiten im Norden Islands

In Islands Norden gibt es, vor allem um die zweitgrößte Stadt Islands Akureyri herum, viel zu entdecken. Hier liegen die Myvatn Nature Baths als Alternative zur blauen Lagune in Grindavik. Kleiner und überschaubarer, dafür auch etwas abgelegen.

Das kleine Örtchen Husavik lädt zum Whale Watching auf wunderschönen alten Segelschiffen ein. Für mich ein absolutes Highlight meiner ersten Islandreise das ich definitiv niemals vergessen werde.

Ich möchte die Westfjorde einfach nochmal mit zum Norden rechnen. Sehenswert, weil touristisch noch relativ unerschlossen. Hier gibt es tolle Wasserfälle und jede Menge raue Natur. Am besten du fragst einfach die Locals nach konkreten Tipps… 😉

 

Sehenswürdigkeiten in Island nach Saison

Manche Orte sind im Winter wahre Highlights während sie im Sommer eher mit Reizen geizen. Andersrum geht’s genauso. Auch wenn es die ideale Reisezeit für Island vielleicht so ganz konkret gar nicht gibt, so hat doch jede Saison ihre Vor- und Nachteile. Im folgenden also ganz kurz und knackig, auf was du achten solltest.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Island im Sommer

Im Sommer hast du: Es relativ warm, sehr viel Sonnenstunden pro Tag, relativ wenig Regen und freie Straßen. Es bietet sich also an weite Strecken zu fahren, entlegene Ecken zu erkunden und viel draußen zu sein.

Der Sommer ist ideal für Wanderungen, zum Beispiel auf Berge wie Esjan und Snæfellsjökull oder auch in Regionen wie Landmannalaugar.

Der Sommer lockt viele Lebewesen hervor, sodass man zum Whale Watching, zur Vogelbeobachtung und auch zum Reiten idealerweise die warmen Monate des Jahres nutzt.

Die besten Sehenswürdigkeiten in Island im Winter

Der Winter glänzt durch seine eigenen Vorteile: Durch die wenigen Sonnenstunden und höhere Aktivität von Partikeln in der Luft werden nun die Nordlichter häufiger sichtbar. Wer im Winter nach Island kommt und etwas Zeit mitbringt, hat gute Chancen das Naturschauspiel zu erleben.

Heiße Quellen in Island kann man wohl am besten genießen, wenn es um einen herum eisekalt ist. Ich kann mich noch erinnern, wie ich nackig bei -10°C, eisigen Böen und barfuß durch den Schnee bei Reykjadalur stapfte um mich dann im heißen Wasser nieder zu lassen. Traumhaft! 😉

Außerdem formen die Wasserfälle im Winter bizarre Formationen um sich herum, die vor allem den Gullfoss noch einmal ganz anders wirken lassen als in den wärmeren Monaten des Jahres. Generell ist das Land im Winter ein Anderes, durchaus sehenswertes!