Neben tollen Landschaften hat Island auch eine vielschichtige Fauna zu bieten. Von Walen über Polarfüchse, bis hin zu Rentieren und Pferden gibt es so einige Lebensformen auf diesem kleinen Fleckchen Erde. Und es wäre nicht Island, wenn es zu einigen nicht eine erzählenswerte Geschichte gäbe.

Vorhang auf für Islands Tierwelt!

1. Der Polarfuchs ist die einzige indigene Land-Lebensform in Island

In Island gab es, bis die Siedler herkamen und verschiedene Tiere mit sich brachten, keine Landlebewesen. Bis auf den kleinen Polarfuchs, der von der Arktis aus nach Island kam.

Polarfuchs in Island

Polarfuchs in Island

Pferde, Rentiere, Schafe… Sie kamen alle mit den Siedlern her. Bis dahin jedoch, war der Polarfuchs allein zu Haus.

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2. Wenn ihr einen Puffin esst, ist ihr/sein Lebenspartner bis an sein Lebensende traurig und allein

In einigen Restaurants werden sie angeboten und einige herzlose Menschen probieren sie auch noch: Puffins.

Wer mal einen in freier Wildbahn gesehen hat, wird so etwas schreckliches sicher nicht tun, aber wenn ist es auch nicht sooo tragisch: Die Populationen der kleinen Flieger sind relativ gesund und sie werden nicht in Massen gejagt. Eurer schlechtes Gewissen darf sich also ruhig in Grenzen halten.

(Hinweis aus der Leserschaft: Es könnte den Puffins allerdings deutlich besser gehen, denn einen negativen Einfluss haben wir Menschen leider doch…)

Ich werde es trotzdem noch ein wenig strapazieren, denn ihr wusstet sicher nicht, das die kleinen Racker sich üblicherweise lebenslang binden. Es gibt keine Puffen-Hochzeiten und die Puffen-Braut wird nich entführt und die Puffin-Bräutigamme fliegen nicht mit ihrem Kumpels in den Stripclub (Übrigens nur, weil es in Island keine mehr gibt, hat mir Lundin erzählt…). Aber trotzdem treffen sich ein Puffinmädchen und der Puffinjunge jedes Jahr wieder um zu… ähm… ach ihr wisst schon. Knick Knack!

Isländischer Puffin... kurz vor... ihr wisst schon!

Isländischer Puffin… kurz vor… ihr wisst schon! Bildquelle: Wikipedia (Boaworm)

Wenn ihr also einen Puffin esst, esst ihr vielleicht den boyfriend einer dann einsamen Puffindame. Denkt da mal drüber nach bevor ihr bestellt!

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3. Isländische Pferde dürfen, wenn sie das Land einmal verlassen haben, nie wieder zurück

Islandpferde sind eine der reinrassigsten Arten von Pferden auf diesem Planeten. Die Isländer sind sehr stolz auf ihre kuscheligen Weggefährten und es gibt wohl keine schlimmere Beleidigung als diese als ‘Ponies’ zu bezeichnen. Da also bitte aufpassen.

Die Isländer (die Pferde), haben sogar zwei ganz eigene Gangarten, welche sehr speziell für diese Art von Pferd ist. Die Tiere sind ziemlich klein und kräftig gebaut, haben dickes, kuscheliges Fell und sind ziemlich verspielt. Sie haben ein liebes Wesen, aber auch einen ordentlichen Dickkopf.

Weil den Isländern (den Menschen) ziemlich wichtig ist, dass das alles so bleibt, gibt es ein Gesetz welches die Einfuhr von Pferden nach Island gänzlich verbietet. Du wirst also niemals ein nicht-isländisches Pferd auf isländischem Boden sehen. Die Kollegen mit Geweih im Osten sind übrigens keine Ausnahme, das sind Rentiere!

Isländer (...das Pferd)

Isländer (…das Pferd)

Und jetzt kommt der herzzerreißende Teil der Geschichte: Wenn ein isländisches Pferd sich entscheidet Urlaub zu machen, zum Beispiel eine Kreuzfahrt in die Karibik oder so, dann darf es danach nie wieder nach Hause kommen! Das ist übrigens einer der Hauptgründe warum so wenige Karibikkreuzfahrten von Isländern (den Pferden) gebucht werden…

4. Das älteste lebende Tier stammt aus Island: Ming die Muschel

Diese lustige Tatsache erfuhr ich bei meinem Tauchgang in Strytan, im Norden Islands. Erlendur hat hier, nahe Akureyri, selbst schon einige großartige Dinge gefunden. Zum Beispiel die einzigen betauchbaren hydrothermalen Schlote in den Fjorden nördlich der Stadt. In etwas über 30m Tiefe finden sich hier Steinformationen die sich über tausende von Jahren entwickelt haben und an ihrem oberen Ende strömt kochend heißes Wasser in den eiskalten Ozean.

Wenn er dort abtaucht, hat Erlendur oft eine Tasche mit Muscheln dabei. Leckerlies für Stefania, die Wolffischdame die Erlendur regelmäßig besucht und die ihm und seinen Tauchgästen dann auf Schritt und Tritt um die Steinformationen folgt.

Diese Muscheln sind aber nicht nur lecker, sondern oft auch sehr alt. Sehr, sehr alt! Wie bei einem Baum, kann man an den Ringen auf der Schale ablesen wie alt genau ein bestimmtes Tier ist. Einmal staunten Forscher nicht schlecht, als sie die Ringe einer Muschel zählten: Eins, Zwei Drei… Einhunderteins, Einhundertzwei, Einhundertdrei… Zweihunderteins, Zweihundertzwei… lange Rede kurzer Sinn: Über 500 Jahre war diese Muschel alt.

Schildkröten auf den Galapagosinseln waren außer sich und verlangten weitere Untersuchungen und auch Analysen nach wissenschaftlichen Methoden jenseits des so genannten ‘zählen’ ergaben ein Alter weit jenseits der Fünfhundert. Auf den Galapagosinseln versucht man seitdem angestrengt schneller älter zu werden. Bis dahin bleibt der Erde ältestes Lebewesen allerdings Ming die Muschel, aus Akureyri!

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5. Es gibt keine Ameisen in Island… oder doch?

An vielen, vielen Stellen im Internet liest man, dass es in Island keine Ameisen gibt.

Ich habe das mal empirisch untersucht und auf dem Weg zur Arbeit geschaut ob ich welche finde: Tatsache, keine einzige Ameise in Island! Also zumindest nicht auf dem Weg zwischen Reykjavik und Thingvellier.

Eine Isländerin schreibt allerdings in diesem Artikel von ihrem Kampf gegen die rote Ameise.

Ich bin verwirrt und habe schlaflose Nächte, weil mich die Frage umtreibt: Gibt es nun Ameisen in Island oder nicht!?

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