Als meine Reise durch Island mich im April 2018 in den Norden bringt, sind vor allem Akureyri und die Myvatn Region interessant für mich und so suchte ich nach einer Unterkunft die gut gelegen ist um diese Orte zu erkunden. Mit dem Storu-Laugar Farmstay und Gästehaus fand ich dabei eine gute Möglichkeit zwar abgelegen zu wohnen, aber zentral genug um den Norden von hier aus zu erkunden.

 

Die Geschichte des Storu-Laugar Farmstay und Gästehaus

Das Gästehaus war früher eine Farm und wurde dann von den jetzigen Besitzern übernommen und durch viel harte Arbeit zu einem Ferienort umgebaut. Vor ca. 12 Jahren begannen die Umbaumaßnahmen und kurz danach wurde das Gästehaus für die ersten Besucher geöffnet. Neben den Hauptgebäuden in denen Zimmer verschiedener Größe und Einrichtungen untergebracht sind verfügt das Anwesen auch über zwei Hotpots und einen Pferdestall.

Die Pferde werden in diesem Fall nur gezüchtet, Ausflüge kann man mit ihnen leider nicht unternehmen.

Storu-Laugar ist ein tolles Beispiel dafür, wie man ausgediente Gebäude und Grundstücke in den abgelegenen Orten Islands wieder nutzen kann: In der Region kann man viele alte Farmgebäude finden, die teilweise seit Jahren verlassen sind und mittlerweile verfallen. Landwirtschaft passiert hier nunmal nicht mehr, doch das muss ja kein Grund sein die bestehenden Strukturen nicht zu nutzen.

Das Gäastehaus / Farmstay Storu-Laugar im Norden von Island

Das Gästehaus / Farmstay Storu-Laugar im Norden von Island

Hey Iceland arbeitet vermehrt mit solchen Farmstays, Gästehäusern und ähnlichen isländischen Unternehmen zusammen um den Wirtschaftsfaktor Tourismus auch in die entlegenen Gebiete Islands zu bringen.

Das Gäastehaus / Farmstay Storu-Laugar im Norden von Island

Das Gästehaus / Farmstay Storu-Laugar im Norden von Island

 

Die Region rund um Akureyri, Myvatn und Husavík: Die Sehenswürdigkeiten im Norden Islands

Das für mich beste am Storu-Laugar Gästehaus war die Lage: Von hier aus kann man alle interessanten Orte in kürzester Zeit erreichen und davon hat der Norden wirklich einige zu bieten.

Angefangen bei den Wasserfällen Goðafoss und Dettifoss, beide nur eine knappe Autostunde vom Gästehaus entfernt. Ebenso interessant, aber mit ein wenig mehr Aufwand verbunden: Aldeyjarfoss, einer der schönsten Wasserfälle Islands. Man muss allerdings einen passenden Mietwagen für Island haben bzw. eine ca. 1-stündige Wanderung entlang der F-Straße in Kauf nehmen wenn man diesen nicht hat.

Eine gute halbe Stunde nördlich von hier findet man Husavík, die Wal-Hauptstadt Islands. Von hier aus kann man Wal- und Vogelbeobachtungstouren unternehmen. Besonders im Frühjahr und Sommer sind hier große Zahlen von Papageitauchern anzutreffen und das ganze Jahr über sieht man Wale im Fjord.

Von hier aus kann man durch eine ca. Einstündige Fahrt nach Osten in die Schlucht von Ásbyrgi gelangen. Hier kommt so gut wie keine Sonne hin, es ist also ziemlich egal zu welcher Tageszeit man hier ist. Es ist immer kühl und dunkel, aber unglaublich schön und sehenswert. Die Schlucht gibt einem einen guten Einblick in die Kraft der Natur und wie diese die Landschaft hier geformt hat.

Etwas weiter nach Osten kommt man dann nach Akureyri, die Hauptstadt des Nordens. Diese hat alles zu bieten, was man sich nach der Reise hierher von einer kleinen Stadt erhofft: Viele gute Cafés, Restaurants, Geschäfte und viel Kultur. Es gibt hier einen botanischen Garten der besonders im späten Frühling und Sommer sehenswert ist und viele kleine Kunst-orientierte Läden. Alles ist im Grunde fußläufig erreichbar und man kann hier gut den ein oder anderen Tag verbringen.

Auch heiße Quellen hat die Gegend zu bieten, besonders in der Myvatn Region um den großen See herum. Allen voran die Myvatn Nature Baths, die oft als nordische Alternative zur Blauen Lagune im Süden des Landes genannt werden. Auch eine natürliche heiße Quelle gibt es, diese ist sehr bekannt aus der Fernsehserie Game of Thrones. Grotagja ist leider nicht zum Baden freigegeben, weil zum einen die Wassertemperatur zu sehr schwankt und mit weit über 40°C fast immer viel zu heiß zum Baden ist. Aber auch weil sie sich in einer Felsspalte befindet und immer wieder kleine und große Brocken herunter fallen.

Last but not least gibt es hier auch noch eines der beeindruckendsten Geothermalgebiete des Landes: Námafjall liegt etwas östlich von Myvatn und ist Heimat für Fumarole, Schlammtöpfe und kochendes Wasser an allen Ecken. Besonders die rauchenden bzw. dampfenden Türme sind äußerst beeindruckend und wenn der Wind ordentlich weht können diese über dutzende Meter lange Dampfwolken entstehen lassen.

Das Geothermalgebiet Námafjall liegt ganz in der Nähe des Gästehaus / Farmstay Storu-Laugar im Norden von Island

Das Geothermalgebiet Námafjall liegt ganz in der Nähe des Gästehaus / Farmstay Storu-Laugar im Norden von Island

 

Fazit zum Storu-Laugar Farmstay und Gästehaus

Ich habe zwei Nächste im Storu-Laugar Farmstay und Gästehaus verbracht und war in jeder Hinsicht sehr zufrieden mit meiner Wahl: Die Lage ist super um den Norden zu erkunden und das Gästehaus mit Hotpots und tollen Zimmern perfekt ausgestattet um am Abend zu entspannen. Das Frühstück war sensationell und reichte mir für den ganzen Tag, ein großer Vorteil gegenüber Unterkünften ohne Verpflegung.

An einem Abend sahen wir sogar ein bisschen Nordlichter: Fotos davon habe ich leider keine denn wir saßen im Hotpot 😉

Viel Spaß in Island!

 

 

Werbung: Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit HeyIceland, mir wurden für den Aufenthalt besondere Konditionen bei der Reservierung gewährt. Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

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