Island Geheimtipps sind rar, aber hier und da gibt es sie noch…

Ich habe mittlerweile insgesamt fast 6 Monate auf der Insel verbracht und dabei gelernt: Fast jede Sehenswürdigkeit in Island hat ein Pendant irgendwo anders auf der Insel und oft sind diese Orte weit weniger bekannt und entsprechend auch weniger überlaufen.

Im folgenden Artikel möchte ich dir zu vielen der Hauptattraktionen in Island eine oder mehrere Alternativen zeigen. Islandkenner werden hier vielleicht nicht viel Neues finden, vielleicht aber doch: Einige der Orte habe ich selbst erst bei der Recherche zu diesem Thema gefunden.

Los geht’s…

 

Geheimtipps als Alternativen zur Blauen Lagune

Die Blaue Lagune im Süden der Halbinsel Reykjanes ist die bekannteste heiße Quelle im Land. Vielleicht sogar auf der ganzen Welt. Entsprechend gut besucht ist das Spa, hunderttausende Menschen strömen jedes Jahr hierher. Vor wenigen Jahren konnte man noch spontan vorbeikommen, heute geht ohne Voranmeldung gar nichts mehr. Die Blaue Lagune ist Teil vieler Pauschalreisen und oft auch in Tagestouren enthalten. Gut, dass das Wasser dort alle 1-2 Tage komplett ausgewechselt wird.

Wer es kleiner, ruhiger und gemütlicher mag findet viele natürliche heiße Quellen in Island. Diese sind aber oft zu klein bzw. waren nie für die Massen an Menschen konzipiert, die heute dort auflaufen. Deshalb möchte ich hier drei Alternativen vorschlagen, die zwar für größere Mengen an Menschen geeignet aber bei weitem noch nicht so überlaufen wie die Blaue Laugune sind.

Die Gamla Laugin, die Secret Lagoon, liegt nur eine gute Autostunde von der Blauen Lagune entfernt nahe dem Thingvellier Nationalpark. Im Sommer ist sie von 10 bis 22 Uhr und im Winter von 11 bis 20 Uhr geöffnet. Der See ist komplett natürlich und wurde ein wenig erweitert, durch Umkleidekabinen und Duschen. Es gibt kein richtiges Restaurant, aber Kleinigkeiten wie Sandwiches kann man bekommen. Reservierung ist hier ebenfalls notwendig!

Noch ein wenig weiter im Norden findet sich die Fontana, ein kleines Spa mitten im Golden Circle und dadurch ebenfalls sehr beliebt. Neben verschiedenen Becken und Saunas gibt es in Fontana auch ein kleines Restaurant in dem man das Leckere Lavabrot probieren kann. Im Winter von 11 bis 22 Uhr und im Sommer von 10 bis 23 Uhr geöffnet, kann man hier sogar Glück haben und die Nordlichter aus dem dampfenden Becken heraus beobachten.

 

Tipp Nummer drei liegt dann etwas weiter im Norden in der Myvatn Region. Weit abseits vom touristischen Reykjavík liegen hier die Myvatn Nature Baths. Neben dem Schwimbecken an sich gibt es noch Dampfbäder und ein kleines Restaurant. Das Ganze ist etwas über eine Autostunde von Akureyri aus entfernt und einen 2-Tagestrip von Reykjavík. Im Sommer sind die Bäder von 9 bis 24 Uhr und im Winter von 12 bis 22 Uhr geöffnet, auch hier kannst du also besonders im September mit viel Glück das Baden mit Nordlichtern kombinieren.

 

Geheimtipps und Alternativen zu Islands Golden Circle

Der Golden Circle in Island ist wohl DIE Sehenswürdigkeit die das Land prägt wie keine andere. Fast jeder Besucher Islands bucht eine Tour entlang dieser Route oder befährt sie selbst mit einem Mietwagen.

Entsprechend viel Verkehr gibt es hier mittlerweile und wer sich die Streetview-Aufnahmen von Googlemaps anschaut bekommt schnell einen Eindruck davon wie voll es hier zu Stoßzeiten sein kann. Ich empfehle die Route trotzdem immer gerne, denn wie die meisten Touri-Pfade hat es seinen Grund dass der Golden Circle so beliebt ist. Hier kann man viel von Island auf engem Raum sehen.

Wer den Golden Circle schon gesehen hat oder einfach generell eine Alternative sucht ist hier genau richtig, denn es gibt verschiedene Routen in Island die ebenfalls tolle Sehenswürdigkeiten vereinen und sich vor dem goldenen Kreis nicht verstecken müssen:

Nördlich von Reykjavík, etwas mehr zwei Autostunden entfernt findet sich die kleine Halbinsel Snæfelsnes. Diese Region wird auch als „kleines Island“ bezeichnet und das aus gutem Grund: Hier finden sich auf relativ kleinem Raum viele der Besonderheiten die Island ausmachen: Raue Natur, heiße Erde, Eis und Wasserfälle. Im Ggensatz zum Golden Circle sollte man hier entweder einen sehr langen Tag oder eine Tour mit Übernachtung planen. Schon auf den ersten Metern auf die Halbinsel kann man einen kurzen Stop bem kleinen Hotpot Landbrotalaug einlegen und sich sort ein paar Minuten entspannen. Von hier aus kann man zum Ytri Tunga Beach aufbrechen, wo man regelmäßig Seehunde beobachten kann. Ein absolutes Highlight der Region ist die Lavahöhle Vatnshellir. Der Wasserfall Kirkjufellsfoss bietet dann im Norden der Halbinsel die Alternative zum Gullfoss und rundet die Tour ab. Lies hier alles über Snæfellsnes.

Im hohen Norden, wo es relativ wenige der Besucher Islands hin schaffen findet sich der selten erwähnte Diamond Circle. In seiner Umgebung finden sich neben den Myvatn Bädern auch der Wasserfall Goðafoss und das Geothermalgebiet um den Berg Námafjall. (Infos) Je nach Auslegung sind hier aber noch viel mehr Orte zu erreichen, denn ähnlich wie beim goldenen Kreis im Westen hat jeder seine eigene Definition von den Inhalten einer Tour. Der Wasserfall Dettifoss ist hier ebenso gut erreichbar wie die wunderschöne Felsschlucht Asbyrgi. Einmalige Erlebnisse versprechen auch Whale Watching Touren von Husavík aus.

Auch im Süden des Landes kann man sich eine Alternative zum Golden Circle zusammenstellen, wenn man die richtigen Haltepunkte setzt: Von Reykjavík aus gesehen gibt es gleich zwei tolle Geothermalgebiete im Süden: Krysuvik und Gunnuhver. Beide haben viel dampfenden Schlamm und stinkige Luft zu bieten, aber auch Infotafeln auf denen man einiges über Islands Untergrund lernen kann. Von hier aus fährt man weiter nach Osten um am geothermalen Fluss im Reykjadalur eine kleine Pause einzulegen. Hier kann man in einem kleinen Flusslauf baden, der an mehrern Stellen von heißen Quellen mit heißem Wasser versorgt wird. Danach kann man sich die Wasserfälle Seljalandsfoss und Skogafoss anschauen, die beide zu den schönsten des Landes gehören.

 

 

Der Vollständigkeit halber möchte ich erwähnen, dass eine Besonderheit nur am Golden Circle zu sehen ist: Der Geysir Strokkur bricht hier alle 10-15 Minuten aus und speit kochend heißes Wasser bis zu 100m in die Luft: Dies kann man sonst nirgends in Island erleben.

Alternativen zur Gletscherlagune Jökulsárlón

Jökulsárlón ist vielleicht die beliebteste aller Sehenswürdigkeiten in Island. Mittlerweile pilgern regelmäßig große Mengen an Besuchern zu dem Gletschersee im Süd-Osten der Insel und bewundern neben dem Diamond Beach auch die Eisberge die in der Lagune treiben.

Die Gletscherlagune Jökulsárlón in Island

Die Gletscherlagune Jökulsárlón in Island

Noch nicht ganz so bekannt und doch ganz Nah: Fjallsárlón und Heinabergslón. Die beiden kleinen Gletscherseen liegen jeweils westlich und östlich von Jökulsárlón. Hier gibt es keine Bootstouren, dafür aber etwas mehr Ruhe.

Bitte bedenke, dass es sich hier um touristisch nicht erschlossene Gebiete handelt. Das heißt es gibt weniger Touristen, aber auch dass diejenigen die hier sind eine große Verantwortung tragen: Ich bringe hier einfach mal den isländischen Schwur ein und hoffe du liest die Worte und hilfst dabei diese Wunder der Natur für alle zu erhalten. Im Winter sind diese Seen oft zugefroren, also lohnt sich auch hier eher ein Besuch im Sommer, je nachdem was man sehen / erleben möchte.

 

Geheimtipps zum Tauchen in Island, abseits von Silfra

Ich war drei Monate als Tauch-Guide in Island und habe ein paar der schönsten Divespots des Landes betauchen dürfen. Einige habe ich noch nicht gesehen und irgendwann würde ich am liebsten von mir behaupten können mit Equipment in jede einzelne Pfütze des Landes gehüpft zu sein. Bis dahin gebe ich dir aber ein paar Alternativen an die Hand, die ich selber ausprobiert habe und als empfehlenswert betrachte:

Direkt neben Silfra, dem beliebtesten Divespot des Landes, befindet sich die Davidsspalte, Davidsgja. Hier kann man im Sommer und im Winter tauchen und findet eine ähnliche Umgebung wie in Silfra vor. Allerdings ist der Andrang hier nicht ganz so hoch und je nachdem kann man die Ecke auch schonmal ganz für sich allein haben. Die meisten Tauchbasen bieten Touren hierher nur als Extratouren bzw. private Tours an. Die Spalte ist Teil des Þingvellir Nationalpark und unterliegt damit denselben Restriktionen wie Silfra, u.a. darf man nicht tiefer als 18m tauchen.

Wer es gerne tief und dunkel und kalt hat, also vielleicht auch der ein oder andere technische Taucher unter euch: Im Norden gibt es da etwas für euch. Strytan sind die einzigen hydrothermalen Quellen die man als Taucher erreichen kann und zwar in jeweils 15-20m oder bis hinunter zu 70m Tiefe. Erlendur Bogason hat die Gebilde entdeckt und hütet sie seitdem wie seinen Augapfel. Ein absolut einmaliger Tauchgang der euch den Atem rauben wird! Mit etwas Glück auch in Begleitung von Walen, denn in den Fjorden fühlen sich die Dickhäuter sehr wohl und sind entsprechend oft zu Besuch.

Und nun ein wirklicher Geheimtipp: Die Bärenspalte Bjarnagja. Mein absoluter Lieblingsdivespot in Island und für mich ein must see wenn man zum Tauchen hier ist! Die unscheinbare, kleine Spalte mittem im Niemandsland nahe Grindavik hat es in sich: Hier mischen sich Frisch- und Meerwasser wodurch bizarre Ansichten entstehen und die relative Enge tut ihr übriges für ein wundervoll seltsames Taucherlebnis. Am Boden finden sich oft Krabben, manchmal kleine Fische und relativ viel Müll. In einer Ecke befinden sich die Knochen eines Wales, die hier wohl von Fischern abgeladen wurden. Auf der anderen Seite findet sich eine kleine Höhle.

 

 

Alternativen zum Whale watching in Reykjavik

Die Gewässer von Island sind eine schöne Gegend, das haben nicht nur die Vikinger gemerkt sondern auch verschiedene Wale. Vom kleinen Minke- bis zum riesigen Blauwal tümmeln sich die unterschiedlichsten Meeressäuger im Atlantik rund um die Insel. Von Reykjavík aus bieten einige Betreiber Touren an, doch es gibt bessere Orte um auf Aussichtsfahrt zu gehen und Alternativen für Tage mit rauer See…

Wer eine Rundfahrt plant oder sowieso im Norden ist, sollte seine Whale Watching Tour in Husavík einplanen. Hier oben ist nicht nur die Wahrscheinlichkeit höher, sondern auch das Umfeld etwas schöner: Die wundervollen Fjorde im Norden sind toll anzusehen und die Schiffe fahren, je nach Tour, auch an den kleinen Inseln vorbei auf denen die Papageientaucher ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen. Im Sommer sind die Chancen auf Sichtungen am besten, im Winter sind die großen Tiere träge und lieber im wärmeren Süden.

Whale Watching

Whale Watching

Wer schon immer mal mit Walen tauchen wollte hat mit Strytan eine tolle Kombination direkt nebenan: Nicht nur ist der Divespot einer der besten des Landes sondern die Fjorde die ihn umgeben sind auch besonders beliebt bei Walen. Nicht selten kann man die Tiere hier auf dem Weg zum Ankerplatz bereits sehen. Mit etwas Glück sieht man sich dann unter Wasser wieder, oder hört die Tiere zumindest. Ich empfehle bei einem Tauchgang vor Ort auf jeden Fall sich regelmäßig umzuschauen: Eine Bekannte staunte nicht schlecht als sie die Bilder von ihrer GoPro auf den Computer kopierte und auf einem Selfie zwei Buckelwale im Hintergrund sah: Unter Wasser hatte sie die Riesen nicht bemerkt!

Wenn alle Stricken reißen, weil der Wellengang zu groß, das Meer zugefroren oder uns der Himmel auf den Kopf gefallen ist gibt es noch eine Alternative zum Whale Watching: Die lebensgroßen Modelle von Walen bei Whales of Iceland. Hier sind über 20 Wale ausgestellt die in den Gewässern rund um Island zu finden sind. Vom Orca über den Buckel- bis hin zum Blauwal finden sich verschiedenste Modelle und Audio-Guides in verschiedenen Sprachen bringen dir Informationen zu den Riesen direkt auf die Ohren.

Apropos Ohren: In der Island App findest du verschiedene Touren in denen Whales of Iceland ebenfalls angelaufen wird. So kannst du den Besuch beispielsweise mit einer Tour durch den alten Hafen oder einer Stadtführung durch Reykjavík vereinen.

Island Ringstraße App im Play Store

 

Alternativen zur Hallgrimskirkja

Die große Kirche im Zentrum der Stadt ist eine der meistgesehensten Sehenswürdigkeiten des Landes. Viele zieht es ganz automatisch hierher, weil der Turm aus der ganzen Stadt gut zu sehen ist. Entsprechend bietet er eben auch eine gute Aussicht über die Stadt und ihr Umland. Das wollen viele Leute sehen und so bilden sich immer öfter lange Schlangen von dem Aufzug, der einen in den Turm bringt. Für gute Aussichten und tolle Bauwerke gibt es jedoch Alternativen…

Perlan ist eine solche. Der Gebäudekomplex wenig außerhalb des Stadtzentrums ist vollgepackt mit sehenswerten Attraktionen, die wohl allerdings erst 2018 öffentlich gemacht werden. Neben Inforäumen zu den Gletschern Islands und ihren Eishöhlen kann man auch ein Planetarium erkunden und etwas über die Nordlichter in Island lernen. Die Aussichtsplattform rund um den Glasdom ist dann nur das Tüpfelchen auf dem i. Von hier aus hast du eine tolle Aussicht über die Stadt, bis zu den Bergen im Norden.

Nicht besonders hoch, aber dennoch eine tolle Aussicht bietet die Konzerthalle Harpa. Ja, ich weiß, das ist nichtmal für den Islandneuling ein Geheimtipp, aber eine Altnernative ist es allemal und wenn du auf dem Weg dorthin die Island App nutzt kannst du sogar eine kleine Stadttour aus dem Weg machen. Vor Ort finden sich, neben der beeindruckenden Architektur des Gebäudes selbst, viele kleine Geschäfte und Cafés in denen man sich gut die Zeit vertreiben kann.

Konzerthalle Harpa in Reykjavík

Konzerthalle Harpa in Reykjavík

Wer auf der Suche nach Kirchen ist, findet in Island relativ viele und vielleicht schreibe ich dazu einmal einen eigenen Beitrag. In aller Kürze: In Thingvellier und Snæfelsnes befinden sich ganz besondere Kirchen.

 

Alternativen zu überteuerten Hotels in Island

Hotels in Island sind kein günstiges Vergnügen, wie teuer Island ist wird an wenigen Stellen so offensichtlich wie am Checkin der Hotels. Nicht selten erreichen mich Nachrichten von Menschen die zwar gerne nach Island möchten, es sich aber schlichtweg nicht leisten können. Das wird in naher Zukunft sicher nicht besser, muss aber auch nicht sein:

Wer nach Island kommt, kommt oft wegen seiner rauen und unberührten Natur. Was liegt denn da näher als diese ganz nah zu erleben und zwar beim Camping? Island ist voll mit tollen Campingplätzen und diese sind ziemlich gut ausgestattet. Im Sommer kann man es hier also wirklich gut draußen aushalten. Hierbei spart man schnell mehrere Hundert Euro für einen mehrtägigen Urlaub. Vor allem wenn man alleine reist kann man hier schnell eine Menge sparen. Dann bietet sich auch ein Busticket statt einem Mietwagen an, wo man noch einmal große Summen sparen kann.

Kontrovers und nicht unbedingt günstiger als ein Hotel: AirBNB. Hier bieten Privatleute ihre Wohnungen oder Zimmer darin an, sodass reisende diese buchen können. Je nachdem was / wie man bucht, wohnt man also direkt bei den Locals und kann hierdurch Island noch einmal ganz anders kennen lernen als in einem Hotel. Immer mehr Menschen haben sich im Vermieten von Wohnungen via AirBNB professionalisiert, was in Reykjavik zu Wohnungsknappheit und hohen Mieten geführt hat. Ich mag das Prinzip AirBNB nach wie vor und unterstütze es gerne, in der Hoffnung dass die Isländische Regierung hierfür ordentliche Rahmenbedinungen schafft. Du bekommst 35€ für deine erste Reise mit AirBNB wenn du dich über diesen Beitrag dort anmeldest.

Eine weitere Art in Island zu wohnen, ohne ein Hotel aufsuchen zu müssen sind House-sitting bzw. Homeswapping. Bei Ersterem suchen Menschen aus Island Menschen von irgendwo auf der Welt die sich um ihr zu Hause kümmern während sie weg sind. Das ist meistens, aber nicht immer, mit dem Sitting von Haustieren verbunden. Wenn du also Hunde, Katzen oder Hamster magst und dich vor ein bisschen Hausarbeit nicht fürchtest kann dies eine sehr günstige Art zu reisen sein. Beim Homeswapping tauscht man sein zu Hause gegen das von jemand anderem. Wer zum Beispiel eine Wohnung in New York hat und nach Reykjavík möchte kann dies anbieten und wenn zufällig jemand aus Island nach Amerika möchte, könnte es eben sein dass sie dich kontaktieren.
Für beide Varianten gibt es verschiedene Plattformen, hier nur ein paar Beispiele:

Ein paar gute Hotels und Hostels in Island habe ich trotzdem für dich zusammengestellt. Ich machte es zum Beispiel gerne so, dass ich auf einer Reise die meisten Zeit möglichst günstig übernachte und mir dann zum Ende hin 1-2 Nächte in einem guten Hotel gönne. Das Sorgt für ein entspanntes Ende einer Reise.

 

Alternativen zu überteuerten Bustouren in Island

Vorab: Bustouren sind meist nicht wirklich überteuert, bzw. nicht in Relation zu dem was geboten wird. Vor allem für Alleinreisende sind sie eine wirklich günstige Art in Island herum zu kommen. Aber für Pärchen oder Gruppen lohnen sie sich oft schon nicht mehr. Außerdem sind die Touren meist unflexibel: Man fährt eine vorgegebene Route ab und hält an jedem Ort eine vorgegebene Zeit lang an. Wer das nicht möchte hat jedoch viele andere Möglichkeiten…

Der Klassiker: Mit dem Mietwagen in Island reisen. Vor allem wenn man nicht alleine reist, amortisieren sich die Kosten eines Mietwagens schnell gegenüber Touren mit Bussen. Was für Alleinreisende der vielleicht größte Posten auf der Reiserechnung ist kann für Pärchen und Gruppen schnell zur größten Ersparnis werden. Eine Golden Circle Bustour kostet zum Beispiel 80-90€, während ein kleiner Mietwagen inkl. Benzin bei frühzeitiger Buchung bei 90-100€ liegt (Variiert je nach Wechselkurs und Saison). Man muss natürlich bedenken, dass man dann selbst fahren, den Weg finden und ggf. das Wetter aushalten muss. Wie man aber unschwer sieht, ist der Mietwagen ab zwei Personen günstiger für den Einzelnen und dir Ersparnis wird größer bei mehr Mitreisenden.

Du hast im Mietwagen keinen Guide, aber wir haben in der Island App ein paar Touren für dich zusammengestellt. Damit kannst du die besten Orte selbst finden und bekommst von uns ein paar Infos zu diesen per Audiokommentar.

Wer zum Beispiel langfristig reist und daher nicht unbedingt auf einen bestimmten Zeitplan festgelegt ist kann hier und da mit Mitfahrgelegenheiten in Island herumkommen. Diese Webseite sammelt Angebote und Gesuche rund um’s Carpooling und führt so Menschen zusammen die entweder eine Mitfahrt anbieten oder suchen. Wer zum Beispiel nach Akureyri reisen möchte findet eigentlich fast täglich Angebote von Menschen die dorthin fahren, ebenso ist es bei den größeren Orten im Süden des Landes. Wenn du einen Mietwagen hast und überlegst jemanden mitzunehmen solltest du vorher genau in den Mietvertrag schauen: Die meisten Anbieter verbieten die Mitnahme von Passagieren generell, das betrifft dann nicht nur Anhalter am Straßenrand sondern (insbesondere) auch die von solchen Plattformen.

Zu guter Letzt noch eine Form der Fortbewegung die (fast) gar nichts kostet: Das Rad. Wer mit dem Fahrrad durch Island fährt, zahlt weder Miete für das Fahrzeug noch einen Busfahrer und erst recht kein Benzin.  Beim Transport entfallen Extrakosten für das Sperrgepäck im Flieger, das sind meist nicht mehr als 100€ pro Flug und das war’s. Außerdem hat man die ultimative Freiheit: Egal wo du hin willst, ob Ringstraße, Schotterweg oder F-Road, mit dem Fahrrad hast du nur wenige Beschränkungen. Doch auch mit dem Rad gilt: Offroad fahren ist verboten! Das liegt an der fragilen isländischen Natur, vor allem Moos braucht oft Jahrzehnte um sich zu erholen wenn es einmal zerstört wurde. Tanja war mit dem Fahrrad in Island unterwegs und offenbar ganz angetan.

Tanja Ney bei ihrer Radtour durch Island

Tanja Ney bei ihrer Radtour durch Island

 

Fazit: Runter vom Touri-Pfad und rein in’s Abenteuer!

Kurzum: Die Touristenpfade in Island sind heute lang und breit. An ihnen vorbei zu kommen ist schwierig geworden und vor allem sollte immer abgewägt werden ob es überhaupt sinnvoll ist: Zum Einen sind Routen wie der Golden Circle nicht umsonst so beliebt, ihre Sehenswürdigkeiten zählen nun einmal zu den besten im Land und ich würde sie auch weiterhin jedem empfehlen der das Land bereist. Zum Anderen sind diese Orte mittlerweile immer besser für die großen Mengen an Besuchern ausgelegt, zum Beispiel durch das Anlegen von Wegen, das Anbringen von Warnschildern und durch Absicherung durch Ranger und Guides.

Trotzdem ist es hier und da mal ganz schön, besonders wenn man zum wiederholten Male im Lande ist, Orte zu entdecken die etwas abseits der Pfade liegen auf denen alle wandeln. Ich hoffe ich konnte dir hier ein paar davon zeigen und freue mich wenn du eine gute Reise damit planen kannst!

Viel Spaß in Island!

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