In der ersten Liste mit 10 Tipps für Reisende in Island, habe ich dir hoffentlich bereits ein paar gute Infos an die Hand geben können.

Hier kommen 10 weitere, brandneue Tipps…

Tipp 11: Nutze Google Maps… richtig!

Wie? Offline!

Man kann in Google Maps die Karten für Island bereits vor der Reise auf’s Smartphone herunterladen und braucht dann vor Ort keine Datenverbindung mehr. Enthalten sind dann z.B. die Straßen, und größere Orte.

Nicht mit drin sind POI, Points of Interest, also Sehenswürdigkeiten in Island und sowas. Diese kannst du vorher mit einem Sternchen als Favoriten markieren und ein Label nutzen um sie zu benennen. Diese sind dann auch offline verfügbar und helfen dir bei der Navigation.

Hier hilft dir vielleicht auch meine App für Islandreisende.

Island bei Google Maps

Tipp 12: Alkohol am Flughafen einkaufen

Da ich keinen trinke war das nie ein Thema für mich, aber Andere machten mich nun darauf aufmerksam: Wer Abends gerne ein Glas Wein trinkt oder ein Bier, wird erstens kräftig zur Kasse gebeten und zweitens gibt es im Land nur recht wenige Läden die Alkohol verkaufen.

Du solltest dich also einfach am Flughafen versorgen, dort ist Alkohol verhältnismäßig günstig und die Auswahl ist recht ordentlich.

Tipp 13: Fall nicht auf die Tricks der Billig-Airlines herein

Ein Flug von Berlin nach Keflavik für unter 100€: Keine Seltenheit mehr.

Viele wissen auch, dass da dann kein Gepäck mit drin ist, soweit so gut. Was viele nicht wissen: Das Handgepäck wird streng kontrolliert. Passt es am Gate nicht in den Metallrahmen mit dem die Größe kontrolliert wird, werden 80€ oder mehr fällig. Da verdoppelt sich der Flugpreis also schnell. Mehr als ein Gepäckstück ist im Handgepäck ebenfalls nicht zulässig. Wer also noch schnell etwas am Flughafen einkauft, was nicht ins Handgepäck passt, zahlt unter Umständen ebenfalls drauf.

Tipp 14: Bestes Sushi für kleines Geld

Essen & Trinken ist teuer in Island. Ein Besuch im Restaurant für zwei Personen kann schnell dreistellige Euro-Beträge verschlingen. Muss natürlich nicht, aber teurer als in Deutschland wird es definitiv.

Eine kleine Ausnahme und ein Geheimtipp: Sushi aus dem Supermarkt.

Im Krónan in der Hafenregion (Hier) gibt es fangfrisches und unglaublich leckeres Sushi für wirklich kleines Geld. Wann immer ich in Island bin und mich mit Lebensmitteln versorge, tue ich das hier und dann darf auch eine Portion Sushi nie fehlen. Zum Nachtisch dann Schoko-Rosinen 😉

Tipp 15: Nackig duschen… vor’m Baden!

Klingt komisch, aber in isländischen Schwimmbädern wird großer Wert darauf gelegt, dass du vor dem Betreten des Schwimmbad bzw. der Whirpools gründlich duschst. Mit Seife und allem drum und dran, aber ohne Badehose!

Macht dann Sinn wenn man weiß, das isländische Bäder nicht gechlort werden. Würde jeder mit dem Alltragsdreck in die Wanne hüpfen, sähe das Wasser schnell sehr unappetitlich aus und das würde den Badespaß für alle senken.

Also mach es einfach wie die Isländer: Hose runter bzw. Badeanzug aus, ab unter die Dusche und gründlich abschrubben.

Hotpot

Tipp 16: Lass andere aus dem Kreisverkehr

Beim Auto fahren in Island muss man sich nicht an viel Neues gewöhnen: Alle fahren rechts, bitte nie schneller als 90km/h, wie man das größtenteils so kennt aus Deutschland.

Aber eine Sache ist anders und führt ab und zu zu Schreckmomenten:

In Island haben die Fahrzeuge auf der inneren Spur im Kreisverkehr Vorfahrt.

Das heißt: Fährst du außen und das Fahrzeug links vor dir – auf der inneren Spur – setzt den Blinker um aus dem Kreisverkehr herauszufahren, musst du es gewähren lassen.

In Deutschland ist dies anders und viele Verleiher von Mietwagen in Island weisen auch leider nicht darauf hin.

Tipp 17: Schau dir Reykjavik mit einem Guide an… kostenlos!

Bei CityWalk.IS kannst du eine geführte Tour durch die Hauptstadt buchen und dir von ortskundigen Menschen die Stadt zeigen lassen.

Die Tour startet im Austurvöllur Park, vor dem Parlamentsgebäude und führt dich zwei Stunden lang durch die Stadt. Die Englisch sprechenden Guides erzählen dir alles mögliche zu Elfen, Vikingern, Bankern, Essen und Nachtleben in Reykjavik. Man muss nichts zahlen, aber es ist mehr als höflich ein paar Kronen Trinkgeld zu geben nach der Tour.

Auch wir haben dir eine schöne Tagestour durch Reykavik zusammengestellt und in unserer Island App findest du ebenfalls geführte Touren.

reykjavik

Bei dem Unternehmen kann man auch private Touren buchen, falls man mit einer Gruppe unterwegs ist zum Beispiel.

Tipp 18: Reise nachhaltig

Ein wichtiger Punkt, den man wohl nicht oft genug betonen kann: Island hat eine fragile Natur. Wunderschön, aber auch sehr empfindlich und sensibel. Die Auswirkungen die fast 2 Millionen Touristen auf ein Land haben, in dem nur gut 330.000 Menschen leben ist enorm. Wir sollten also alle sehr sorgsam damit umgehen, damit auch Andere diese so erleben können, wie wir.

Ich könnte jetzt hier etwas von ‚Halt dich an die Regeln‘ und ‚Geh nicht hinter die weiße‘ Linie schreiben, das wäre aber unehrlich denn das tue ich selbst auch oft nicht. Was ich viel wichtiger finde sind zwei Dinge:

Erstens: Informiere dich. Gut und detailliert und von guten Quellen. Wenn du weißt wie Moos wächst, wirst du ganz automatisch nicht einfach drüber trampeln und wenn du verstehst wie stark Strömungen im Atlantik werden können wirst du ausreichend Abstand zum Meer halten, wo es angebracht ist

Zweitens: Nutze deinen gesunden Menschenverstand und gehe keine unnötigen Risiken ein. Nichts, kein noch so tolles Foto von Island und nicht die noch so tolle Geschichte von einer Aktion sind es wert nachhaltigen Schaden anzurichten. Weder an Island noch an dir selbst.

Stelle dir einfach immer vor, eine dir liebe Person ist zwei Monate nach dir in Island: Sie wird nicht unbedingt sehen was du gerade siehst, sondern was du ihr hinterlässt.

Tipp 19: Kenne deine Grenzen, kommuniziere sie offen und ehrlich

Sei ehrlich zu dir selbst und dann zu deinen Mitreisenden und Guides!

Mit den steigenden Touristenzahlen in Island, stiegen im letzten Jahr leider auch die Unfallzahlen und es gab so viele tödliche Unfälle wie nie zuvor. In den vergangenen sieben Jahren gab es in Silfra beispielsweise vier tödliche Unfälle. Viele davon wären komplett vermeidbar gewesen, wenn die Betroffenen ihre eigenen Grenzen respektiert hätten: Wer nicht schwimmen kann und nur tropisch warme Gewässer gewöhnt ist, sollte einfach sehr, sehr vorsichtig sein wenn es darum geht in eiskaltem Wasser zu tauchen. Es ist keine Schande, wieder die Treppe hinauf zu gehen und im Auto Platz zu nehmen!

Sei auch ehrlich zu den Guides: Wenn du kurz vor deiner Reise krank warst, eine Grippe hattest oder etwas Schlimmeres müssen sie es wissen! Wer einen Gletscher besteigt braucht viel Luft, eiskalte Luft für die der Körper viel Energie zur Wärmung aufbringen muss: Das ist nicht zu unterschätzen und du tust gut daran deinen Guide wissen zu lassen wenn du eine Pause brauchst.

Tipp 20:

Hab‘ einfach Spaß & genieße Island so wie du willst!

Wirklich: Artikel wie dieser hier können einem wirklich den Spaß rauben! „Tu‘ dies!“, „Lass das!“… Ja, Mama! 😉

Mach‘ einfach, worauf du Lust hast und erlebe das Land auf deine Weise. Wenn du Partymaus bist, lass die Natur links liegen und schau dir Reykjavik’s Nachtleben an. Wenn du Stubenhocker bist, verbringe 5 von 10 Tagen deiner Reise im Hotelbett mit Roomservice. Wenn du Kälte nicht magst, bleib‘ den ganzen Tag in der Blauen Lagune.

Lass die anderen Experten sein: Es ist nicht deren Reise, sondern deine!

Straße in Island

Viel Spaß in Island!

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