Weiter geht es mit der kleinen Bilderserie: Foto Friday

Jeden Freitag werde ich ein oder mehrere Fotos mit einem Bezug zu Island vorstellen, die Geschichte dazu erzählen und so hoffentlich eine schöne kleine Sammlung aufbauen.

Ich möchte natürlich nicht immer nur meine Bilder hochladen, deshalb freue ich mich wenn ihr mir Fotos zusendet und ein paar Zeilen dazu schreibt. Vielleicht findet ihr sie am folgenden Freitag ja hier wieder 🙂

Los geht’s…

 

Ein seltenes Bild von zwei Isländern (und einer Touristin): Normalerweise ist dieses Bild von viel Weiß geprägt, weil es eher in den Winter als in die warme Jahreszeit passt.

Zu sehen sind Grýla, die Mutter der dreizehn Yule Lads und ihr dritter Ehemann Leppalúði. Beiden leben oben im Norden, in der Myvatn Region in einem großen Lavafeld mit ihren 13 Söhnen, den Yule Lads. Das alles ist das Isländische Äquivalent zum Weihnachtsmann mit Rudolf und seinen Weihnachtselfen. Nur das Rudolf in Island eine Katze, die Jólakötturinn ist.

Die Geschichte der Yule Lads ist die, dass sie in den Nächten vor Heilig Abend zu den Menschen kommen und sie Piesacken. Stekkjarstaur ärgert die Schafe, Giljagaur klaut Milch, Stúfur klaut Pfannen, Þvörusleikir klaut Kochlöffel, Pottaskefill klaut Töpfe, Askasleikir versteckt sich unter’m Bett, Hurðaskellir schlägt Türen zu, Skyrgámur klaut Skyr, Bjúgnakrækir mopst Würstchen, Gluggagægir schaut durch offene Fenster, Gáttaþefur kann mit seiner riesigen Nase Laufabrauð (Ein Fladenbrot) aufspüren, Ketkrókur klaut Fleisch und Kertasníkir nimmt sich Kerzen mit.

Hier findet ihr ein schönes Foto von der schrecklichen Troll-Familie.

Ursprünglich genutzt um die Arbeiter anzutreiben, die Wolle zu spinnen, wird erzählt dass Jeder der zu Weihnachten keine neue Kleidung bekommt in den Tagen danach von der Weihnachtskatze geholt wird. Die Jólakötturinn kann man sich nicht wie eine Hauskatze vorstellen, eher eine Mischung aus Tiger und Bär. Während Grýla als durch und durch böse und durchtrieben dargestellt wird, ist ihr Mann Leppalúði eher eine faule Socke und ein Taugenichts.

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher ob das Bild wirklich im Sommer aufgenommen wurde, wahrscheinlicher ist einfach ein trockener Wintertag. Für mich übrigens eine sehr spannende Reisezeit für Island, denn über die Weihnachtsfeiertage ist nicht nur Reykjavík ein magischer Ort.

Mehr Infos zur Geschichte Islands und alles was man vor Ort so braucht findest du übrigens in der Island App.

 

 

Viel Spaß in Island!